Rauchen ist schädlich. Das wissen wir alle schon lange.
Dennoch haben wir trotz zahlreicher Warnungen in unserem Umfeld schon relativ früh zu rauchen begonnen. Einfach, weil es damals „cool“ war.
Mittlerweile spüren wir die gesundheitlichen Folgen nicht nur am eigenen Körper. Irgendwas in unseren Köpfen hat jetzt „klick“ gemacht…

Weshalb die plötzliche Einsicht?

Wenn man an die ersten Rauchversuche zurück denkt, weiß jeder, dass eine Zigarette eigentlich nicht gut schmeckt. Weshalb wir uns die Kippen damals mit Zwang in den Rachen zogen, wissen wir mittlerweile selbst nicht mehr. Man wollte einfach zu den „coolen“ Leuten gehören. Die Folgen konnten uns in so jungen Jahren nicht ferner liegen. Immerhin sind unsere Eltern und Großeltern auch gesund, obwohl sie rauchen.

In den 90er Jahren war aus heutiger Sicht das Rauchen tatsächlich modern und und ganz normal. Es gehörte einfach zum Alltag. Erst heute nach rund 15 Jahren werden uns die Anzeichen klar, dass die Zigaretten wohl schon einiges in unserem Körper kaputt gemacht haben. In unserem konkreten Fall äußerte sich das in extremen Raucherhusten, vor allem früh morgens. Von der seit Jahren fehlenden Kondition beim Sport mal abgesehen. Das und der ständige Gestank – aus dem Mund, auf der Haut, in der Kleidung und in der Wohnung – konnte man noch ignorieren. Hätte sich da nicht ein familiärer Vorfall ereignet…

Mein Großvater selbst rauchte seit gefühlt einer Ewigkeit. Ein „Lebemann“, eitel und jung geblieben und ein starker Charakter in unserer Familie. Jeder Besuch bei meinen Großeltern war ein Fest. Selbst wenn es in der Runde mal nicht so lustig war – Opa sorgte stets für Lachen und gute Stimmung am Tisch.
Bis dieser eine Tag kam an dem sich das Blatt wendete. Beim Einkaufen mit einer seiner Enkeltöchter kippte mein Großvater einfach um. Er hatte einen Schlaganfall. Bedingt – oder zumindest gefördert – durch jahrelanges qualmen von Zigaretten.
Auf den ersten Schlaganfall folgten innerhalb eines halben Jahres viele weitere und eine Gehirnblutung. Das letzte gemeinsame Weihnachten ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen, ehe es dann nach einigen Notoperationen innerhalb kürzester Zeit mit dem Zustand meines Großvaters steil bergab ging. Im Juni 2019 verstarb er. Relativ unerwartet, wenn man nur ein paar Monate zurückdachte.


Vom Rauchen zum Dampfen – ein erster Schritt in die richtige Richtung

Genau wie Opa wollten auch wir nie auf den „Genuss“ der Zigarette verzichten, waren wir doch so daran gewöhnt. Erst die bereits beschriebenen gesundheitlichen Anzeichen und der Verlust eines geliebten Menschen regten zum Umdenken an. Trotz alldem kam ein sofortiger Stop nicht infrage. Soweit waren wir dann auch noch nicht unseren Köpfen. Traurig aber wahr.
Allerdings begaben wir uns auf die Suche nach „gesünderen“ Alternativen. Zum Glück beginnen gerade mehrere Leute in unserem Freundeskreis zu dampfen. Hier konnte man sich Infos einholen, mal probieren und in die Welt der Verdampfer „reinschnuppern“. Unser Entschluss stand somit nach kurzer Zeit und ein paar ganz einfachen und billigen Einsteigergeräten fest. Eine ordentliche Dampfmaschine muss her – wir steigen um.

Von „gesund“ kann man natürlich trotzdem nicht sprechen. Dennoch gibt es mittlerweile längere Studien die belegen, dass man im Gegensatz zum Rauchen um 90% weniger Giftstoffe aufnimmt. Grund dafür ist einfach, dass beim Dampfen keine Verbrennung stattfindet. Damit lässt sich das Gewissen schon mal sehr beruhigen.
Eine weitere Studie wiederlegt auch andere befürchtete Nebenwirkungen wie Herz-Kreislauferkrankungen und Schädigung der Atemwege.
Urheber dieser Langzeitstudie ist Prof. Dr. Riccardo PolosaDirektor des Instituts für Innere Medizin und Klinische Immunologie an der Universität von CataniaItalien. Eine detaillierte Auswertung der Studie und ihrer Methodik finden Sie im angesehenen Fachmagazin Nature.

Die spannendsten Erkenntnisse der Langzeitstudie zum E-Zigaretten-Konsum

  • Selbst bei intensivem Gebrauch über 3,5 Jahre konnten weder Schädigungen der Atemwege noch Herz-Kreislaufprobleme nachgewiesen werden
  • Prof. Dr. Polosa, Urheber der Studie bestätigt, dass es „keine signifikanten Veränderungen“ bei der Gesundheit der Testpersonen gibt
  • Methodik & Design der Studie sind sehr innovativ und Türöffner für weitere Untersuchungen

Quelle: innocigs.com


Fazit nach einer Woche – reine Kopfsache

Wir dampfen nun seit genau einer Woche. Während manche Freunde noch hin und wieder zur Zigarette greifen, verspüre ich absolut kein Verlangen mehr danach. Mir schmeckte aber auch zuvor der Tabak nicht mehr richtig und ich habe deswegen wohl auch umso mehr Spaß am Dampfen und Ausprobieren verschiedener Liquids.
Trotzdem haben wir alle einen großen Schritt gemacht und den Bedarf nach Zigaretten deutlich reduziert. Der Rest ist meines Erachtens nach reine Kopfsache.
Sämtliche Liquids reichern wir noch mit Nikotin an. Der Verkäufer hat uns bei unserem Beratungsgespräch deutlich davon abgeraten als Umsteiger ohne Nikotin zu starten. Dampfen als Rauchersatz soll ja trotzdem Spaß machen und muss zumindest anfangs die Sucht stillen, damit man nicht nach wenigen Tagen die Lust darauf verliert. In den nächsten Monaten werden wir versuchen den Nikotingehalt sukzessive zu reduzieren, um das letzte bisschen Suchtgift aus unserem Körper zu verbannen.

Wir halten allen Umsteigern die Daumen und freuen uns darauf euch von unseren nächsten Erfolgen berichten zu dürfen. 🙂

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